Bis heute kannte NutriLog 236 Lebensmittel, die ich von Hand pflege, in einer Tabelle auf meinem Rechner, die meisten mit Werten aus der französischen und der amerikanischen Nährwerttabelle: das Ei, die Banane, der Reis, das Rinderhack. Für ein Frühstück reichte das. Für ein Abendessen nicht, wie mir gestern der Spitzkohl gezeigt hat.
Seit heute sind es 7.326. Der größte Teil stammt aus dem Bundeslebensmittelschlüssel, der Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts, die seit Dezember 2025 frei nutzbar ist. Mehr als 7.000 Lebensmittel, zusammengestellt für die Art, wie in Deutschland gegessen wird. Grünkohl steht darin siebzehnmal, Kasseler zwanzigmal, dazu Schwarzwurzeln, Pfifferlinge, Mirabellen, Königsberger Klopse und die Rinderroulade mit Sauce.
Dass es ausgerechnet die deutsche Tabelle sein musste, hat einen einfachen Grund. Eine übersetzte Datenbank kennt die Lebensmittel eines anderen Landes, unter Namen, die dort jemand vergeben hat. Wer „Kasseler“ sucht, findet dort bestenfalls „smoked pork loin“, und das ist nicht dasselbe Stück Fleisch mit denselben Werten. Die deutsche Tabelle spricht die Sprache des Kühlschranks, vor dem man steht.
Genauso wichtig ist, dass sie vieles doppelt kennt: roh und gegart. Spitzkohl roh, gekocht, gedünstet, gebraten, gebacken. Wer seine Kartoffeln als Salzkartoffeln isst, trägt Salzkartoffeln ein und nicht rohe Kartoffeln, die er dann im Kopf umrechnen muss. Und weil beide Fassungen samt Wassergehalt darin stehen, weiß NutriLog auch, was aus 100 g roh im Topf wird. Davon handelte der letzte Beitrag.
Alle 7.326 stecken in der App, nicht auf einem Server. Die App ist dadurch rund drei Megabyte größer, dafür findet sie Grünkohl auch im Keller, im Funkloch am Supermarktregal und im Flugmodus. Ist Netz da, fragt sie zusätzlich die Produktdatenbank ab; ohne Netz fehlen nur die verpackten Produkte, nicht das Abendessen.
Was die Tabelle nicht kann, gehört auch dazu. Sie kennt Durchschnittswerte, keine Marken. Das Kasseler vom Metzger um die Ecke kann fetter sein als der Wert im Bundeslebensmittel-schlüssel, und eine Scheibe kennt die Tabelle auch nicht, nur 100 Gramm. Für alles mit Verpackung bleibt der Barcode deshalb der bessere Weg; dort sucht NutriLog wie bisher in Open Food Facts mit über einer Million Produkten. Die neuen 7.000 sind für alles andere da: für das, was lose im Korb liegt, und für das, was zu Hause gekocht wird.
Die 236 von Hand bleiben übrigens, wo sie waren. Wo es sie doppelt gibt, stehen sie in der Suche oben, weil wir ihre Portionen kennen: das Ei mit 60 Gramm, die Scheibe Brot, das Glas Milch.
Was hast du zuletzt gegessen, das in keiner App zu finden war?